#5 Entscheidungsträger*innen kontaktieren

Sie haben eine Petition erstellt, die inzwischen von vielen unterstützt wird. Jetzt wird es Zeit sich mit den Entscheidungsträger*innen in Verbindung zu setzen, um die Veränderung umzusetzen.

Schreiben Sie eine Email oder rufen Sie an und bitten Sie um ein Treffen bzw. ein Telefonat. Sollten Ihre Entscheidungsträger*innen ein Treffen verweigern, machen Sie sich keine Sorgen, denn es gibt andere Wege wie Sie Ihre Nachricht zu ihnen bekommen. (Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Person Ihnen helfen kann, schauen Sie sich hier die Tipps an, wie Sie am besten eine*n Entscheidungsträger*in auswählen.)

Hier sind die Schritte, wie Sie die Entscheidungsträger*innen kontaktieren und einschalten:

1. Schritt: Organisieren Sie ein Treffen

Fragen Sie immer nach einem Treffen bzw. einer Petitionsübergabe mit den Entscheidungsträger*innen. Sollten die Entscheidungsträger*innen sich nicht mit Ihnen treffen wollen, versuchen Sie Folgendes:

Bitten Sie um ein Treffen mit dem*der „Hauptentscheidungsträger*in“ ihres Anliegens

Regierungen, Firmen und andere Institutionen sind häufig komplex und die Person, die öffentlich verantwortlich ist, ist eventuell nicht die Person, die tatsächlich über das Anliegen entscheidet. Recherchieren Sie und fragen Sie nach, bis Sie herausfinden, wie der Name der Person ist, die entscheidet. Das ist die Person, mit der Sie sich treffen sollten.

Nutzen Sie Assistent*innen und Personal der Entscheidungsträger*innen

Wenn sich die Petition an eine*n Politiker*in, Regierungsbeamt*in oder Geschäftsführer*in richtet, kann es schwierig werden die direkten Kontaktdaten zu erhalten. Suchen Sie auf der Website nach Kontaktdaten von Personal oder Assistent*innen, die Ihnen eventuell helfen können.

Starten Sie eine Email oder Telefon-Aktion

Wenn die Entscheidungsträger*innen nicht reagieren, können Sie Ihre Unterstützer*innen per Neuigkeit bitten, im Büro der Entscheidungsträger*innen anzurufen oder Emails zu schreiben.

Beispiel:

Erzählen Sie Ihren Unterstützer*innen von dem Treffen

Sobald ein Treffen bzw. eine Petitionsübergabe festgelegt ist, erzählen Sie Ihren Unterstützer*innen davon. Ihre Unterstützer*innen werden sich freuen und ein Treffen öffentlich zu machen wird die Entscheidungsträger*innen dazu zwingen tatsächlich teilzunehmen.

2. Schritt: Bereiten Sie sich auf das Treffen vor

Eine Unterhaltung mit den Entscheidungsträger*innen kann genau die Chance sein, die Veränderung umzusetzen, die Sie anstreben. Deswegen ist es wichtig sich vorzubereiten.

Üben Sie

Üben Sie das Gespräch vorher mit einem*r Freund*in, damit Sie sich wohlfühlen über Ihre Petition zu sprechen. Notieren Sie sich relevante Fakten und Details. Schauen Sie sich dafür Beispiele von üblichen Äußerungen von den Entscheidungsträger*innen an.

Identifizieren Sie Punkte, die verhandelbar sind

In den meisten Fällen muss man Kompromisse machen, um etwas zu verändern. Entscheiden Sie vorab, welche Punkte für Sie verhandelbar sind und welche nicht. Sagen Sie den Entscheidungsträger*innen ehrlich an welchen Stellen Sie bereit sind zu verhandeln und andere Vorschläge anzuhören.

Bringen Sie Ihre Petition mit

Drucken Sie Ihre Petition aus oder bringen Sie eine digitale Kopie auf einem USB Stick oder einer CD mit. Den Entscheidungsträger*innen die Petition mit all ihren Unterschriften und Kommentaren zu zeigen, kann ein starkes Argument sein.Für den Download Ihrer Unterschriften öffnen Sie Ihre Petition, klicken Sie oben rechts auf „Mehr Infos zur Petition“ und wählen den Punkt „Übersichtsseite“. Navigieren Sie an das Ende der neuen Seite bis zum Punkt „Downloads“ und klicken Sie „Herunterladen“. Ihre vollständige Unterschriftenliste wird Ihnen jetzt in der nächsten Stunde per Email zugestellt

Laden Sie Presse zu der Petitionsübergabe ein

In den meisten Fällen ist es sinnvoll Presse zur Petitionsübergabe einzuladen, da es den Druck auf die Entscheidungsträger*innen erhöht. Kreieren Sie ein Bild für die Presse, indem Sie Plakate ausdrucken und Fotos von sich mit den Entscheidungsträger*innen machen lassen.

Beispiel-Plakat:

3. Schritt: Erklären Sie, was Sie verändern wollen

Ihr Anliegen muss klar und spezifisch sein

Fragen Sie nach etwas Konkretem. Zum Beispiel: „Geben Sie Tieren mindestens 6 Quadratkilometer Platz.“ - im Gegenteil zu: „Behandeln Sie Tiere besser.“ Sie sollten genau wissen, ob die Entscheidungsträger*innen bzgl. Ihres Anliegens aktiv geworden sind.

Erzählen Sie Ihre Geschichte

Erklären Sie warum Ihr Anliegen wichtig für Sie ist und wie Sie dadurch beeinflusst sind. Sollte es inspirierende Kommentare Ihrer Unterstützer*innen geben, teilen Sie diese ebenso. Erzählen Sie den Entscheidungsträger*innen wie stolz und glücklich Sie und Ihre Unterstützer*innen sein werden, wenn die von Ihnen gewollte Veränderung durchgesetzt wird.

Hören Sie zu

Bleiben Sie Ihrer Petition treu, aber hören Sie sich auch die andere Seite der Geschichte an. Manchmal haben Entscheidungsträger*innen Lösungen, die Sie nicht für möglich gehalten hätten.

Erzählen Sie was als nächstes passiert

Erzählen Sie, was Sie als nächstes tun werden, um ihr Anliegen durchzusetzen, falls Sie keine Antwort von den Entscheidungsträger*innen bekommen. Zum Beispiel: Emails an noch mehr Unterstützer*innen verschicken, mit der Presse reden und Veranstaltungen organisieren.

Vereinbaren Sie nächste Schritte

Halten Sie schriftlich oder auf Video fest auf was Sie sich mit den Entscheidungsträger*innen geeinigt haben und wiederholen Sie es am Ende des Gesprächs. Einigen Sie sich auf einen Zeitplan.

4. Schritt: Bleiben Sie dran

Schicken Sie eine Dankesnachricht

Schicken Sie den Entscheidungsträger*innen nach dem Gespräch eine Dankesnachricht, in der Sie die Hauptpunkte und den Zeitplan zusammenfassen. Es ist eine gute Methode, um zu zeigen, dass Sie und Ihre Unterstützer*innen es ernst meinen.

Erzählen Sie Ihren Unterstützer*innen von dem Treffen

Schicken Sie Ihren Unterstützer*innen eine Neuigkeit, um Ihnen zu erzählen wie das Gespräch lief und was sie als nächstes tun sollen. Manchmal sollten Sie den Medien berichten, wie das Treffen gelaufen ist.

Beispiel:

Ziehen Sie die Entscheidungsträger*innen zur Verantwortung

Stellen Sie sich Erinnerungen im Kalender ein, um zu checken, ob die Entscheidungsträger*innen die Schritte unternehmen, auf die Sie sich geeinigt haben.

Planen Sie Ihre nächsten Schritte!

Entscheiden Sie, was Sie als nächstes tun werden basierend auf dem Ergebnis des Treffens. Wenn die Entscheidungsträger*innen zugestimmt haben, das zu tun, wonach Sie sie gefragt haben, erklären Sie die Petition als Erfolg und verkünden die guten Neuigkeiten. Wenn die Entscheidungsträger*innen nicht zugestimmt haben, fragen Sie Ihre Unterstützer*innen nach Ideen, wie Sie sie umstimmen könnten. Wenn die Entscheidungsträger*innen an einer Lösung arbeiten, bleiben Sie mit ihnen und Ihren Unterstützer*innen in Kontakt.

Sie möchten Ihre Petition starten?